Was bedeutet es, eine bipolare Störung zu haben?
Eine bipolare Störung bedeutet, dass Sie extreme Stimmungsschwankungen erleben. Manchmal fühlen Sie sich euphorisch und energiegeladen, ein anderes Mal sind Sie traurig und energielos.
Manie und Depression - zwei Seiten der Krankheit
Manische Episoden können Ihnen ein Gefühl der Größe, ein gesteigertes Selbstvertrauen und viel Energie geben - oft so viel, dass Sie sehr wenig schlafen und impulsive Entscheidungen treffen. Umgekehrt können depressive Episoden dazu führen, dass man keine Freude mehr an Dingen hat, die man normalerweise genießt, und dass man müde wird, Schuldgefühle bekommt und ein geringes Selbstwertgefühl hat.
Symptome, auf die Sie achten sollten
Es ist wichtig, die Symptome zu erkennen, damit Sie oder Ihre Angehörigen frühzeitig reagieren können. Die Krankheit beginnt oft in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter.
In der Manie können Sie erleben:
- Übermäßige Energie und Unruhe
- Geringeres Schlafbedürfnis
- Lautes Sprechen und schnelle Gedanken
- Erhöhte Risikobereitschaft
Bei Depressionen kann man sie spüren:
- Depression und Hoffnungslosigkeit
- Mangel an Energie
- Schlafprobleme
- Selbstmordgedanken
Was verursacht eine bipolare Störung?
Es gibt keine einzelne Ursache. Es ist eine Kombination aus erblichen, biologischen und Umweltfaktoren.
Genetik und Gehirnchemie kommen ins Spiel
Eine bipolare Störung tritt häufiger auf, wenn ein naher Verwandter daran erkrankt ist. Es ist auch bekannt, dass Neurotransmitter im Gehirn wie Dopamin und Serotonin eine Rolle spielen. Stress, Schlafstörungen und Drogenmissbrauch können die Krankheit bei Menschen auslösen, die dafür prädisponiert sind.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Sie erfordert eine gründliche Beurteilung sowohl der Symptome als auch der Krankengeschichte.
Konversation und Beobachtung
Der Arzt wird Ihnen oft eine Reihe von Fragen zu Ihren Symptomen, Ihrem Schlafverhalten, Ihren Gedanken und Ihrem Verhalten stellen. Manchmal werden auch Angehörige hinzugezogen, um ein umfassenderes Bild zu erhalten. Es ist wichtig, dass Sie ehrlich und offen sind, damit der Arzt Ihnen so gut wie möglich helfen kann.
Wie wird eine bipolare Störung behandelt?
Die Behandlung besteht oft aus Medikamenten und psychologischer Unterstützung. Es geht darum, Gleichgewicht und Stabilität im Alltag zu finden.
Medizin und Therapie
Stimmungsstabilisierende Medikamente sind der Eckpfeiler der Behandlung. Darüber hinaus kann eine Gesprächstherapie Ihnen helfen, Ihre Muster zu verstehen und zu lernen, mit Stress und frühen Anzeichen eines Rückfalls umzugehen. Für viele ist die Behandlung lebenslang, aber das bedeutet nicht, dass sie kein gutes Leben führen können.
Wie ist es, mit einer bipolaren Störung zu leben?
Mit der richtigen Unterstützung und dem richtigen Wissen ist es möglich, ein sinnvolles und aktives Leben mit einer bipolaren Störung zu führen.
Es ist wichtig, dass Sie sich selbst und Ihre Symptome kennen lernen, damit Sie schnell reagieren können, wenn sich etwas ändert. Viele Menschen finden, dass Struktur im Alltag, guter Schlaf und die Vermeidung von Stress wichtige Hilfsmittel sind.
Was können Sie selbst tun?
Sie spielen eine große Rolle bei Ihrer Behandlung. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und die Krankheit ernst zu nehmen - aber auch darum, sich selbst Raum zum Leben zu geben.
- Halten Sie sich an Ihre Behandlungsvereinbarungen
- Nehmen Sie Ihre Medikamente wie vorgeschrieben ein
- Genug schlafen und regelmäßig essen
- Teilen Sie Ihre Gedanken mit jemandem, dem Sie vertrauen
Wann sollten Sie Hilfe suchen?
Wenn Sie unter Stimmungsschwankungen leiden, die Ihr tägliches Leben beeinträchtigen, oder wenn Ihre Angehörigen sich besorgt zeigen, sollten Sie unbedingt mit einem Arzt sprechen.
Bei Lægerne Danmark bieten wir Beratung und Beurteilung in einer sicheren Umgebung an. Wir hören Ihnen zu und helfen Ihnen, weiterzukommen - egal, wo Sie sich in diesem Prozess befinden.